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Dank der Bemühungen des Vereins Frauenhaus Bergstraße e.V., der seit 30 Jahren gegen Gewalt an Frauen und Kinder vorgeht, ist es möglich geworden, das Hilfsangebot für von Gewalt betroffene Frauen im Landkreis Bergstraße auszubauen. Seit Mai 2016 bietet die Beratungs- und Interventionsstelle Häusliche Gewalt gegen Frauen die Beratungen nicht nur in Bensheim, sondern auch in Rimbach im Haus des Diakonischen Werks in der Schlossstraße 52a an.


Die Beratung wendet sich an Frauen, die Gewalt in ihrer Beziehung erleben, erlebt haben oder aus anderen Gründen den Wunsch nach einer parteilichen Beratung haben. Auch Menschen, die in ihrem Umfeld häusliche Gewalt wahrnehmen, können sich jederzeit an die Beratungsstelle wenden.


Die häufigste Menschenrechtsverletzung weltweit, auch in Deutschland geschieht über Häusliche Gewalt, über sogenannte Partnergewalt. Für viele Frauen ist die eigene Wohnung ein gefährlicher Ort, an dem Angst herrscht. Das Risiko, durch einen Beziehungspartner Gewalt zu erfahren, ist weitaus höher als von einem Fremden tätlich angegriffen zu werden.


Häufiger als jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Expartner getötet. 2017 starben insgesamt 147 Frauen durch die Häusliche Gewalt (BKA, 2017).
Gewalt in einer Beziehung tritt unabhängig von Nationalität, Alter, Bildungsstatus auf und ist selten ein einmaliges Ereignis. In den meisten Misshandlungsbeziehungen wird die Gewalt von der gewaltausübenden Person systematisch eingesetzt und fängt nicht beim Schlagen an. Das Erzeugen der finanziellen Abhängigkeit durch Arbeitsverbot, durch Kontrolle über Finanzen durch den Täter, Isolation des Opfers von Familie und Freundeskreis, Eisperren, Drohungen, sich selbst, der Partnerin, den Kindern etwas anzutun oder die Kinder wegzunehmen, Beleidigungen, Demütigungen, Lächerlichmachen in der Öffentlichkeit sind die weiteren Formen der Gewalt. Genauso wie Faustschläge, Tritte, Stöße, Würgen, Fesseln, Angriffe mit Waffen aller Art oder mit Gegenständen, Morddrohungen und Mord sind sie  strafbar und werden in Deutschland sanktioniert.


Häusliche Gewalt ist sowohl körperlich als auch seelisch für Betroffene besonders belastend, weil sie von eigenem Partner ausgeht. Betroffene Frauen leiden oftmals unter Selbstzweifeln, sie neigen dazu, die Verantwortung für das Geschehene zu übernehmen. Es ist meistens ein riesiger Schritt für die Frauen, nach außen zu gehen und sich die Hilfe zu holen, geht es um einen Polizeieinsatz oder ein Informationsgespräch in der Beratungsstelle.
 Die Beratungsstelle Bergstraße in Rimbach bietet den betroffenen Frauen parteiliche, unbürokratische und kostenfreie Beratung an. Die Mitarbeiterin der Beratungsstelle unterstützt tagtäglich Frauen in schwierigen Lebenslagen. Gemeinsam mit ihnen sucht sie nach Lösungen für bedrohlichen Situationen und versucht, Strategien für komplizierte Lebenslagen zu entwickeln. Sie unterstützt Frauen bei Ihren Entscheidungen, vermittelt die Informationen über die Schutzmaßnahmen im Rahmen des Gewaltschutzgesetzes, hilft bei der Erstellung ihres individuellen Sicherheitsplanes, um weitere Gewalttätigkeiten zu verhindern. Auf Wunsch der Betroffenen hilft sie bei der Kontaktaufnahme zu Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, anderen Beratungsstellen, zu der Polizei oder begleitet die Frauen zu der Anzeigeerstattung und zum Gericht. 


Während der offenen Sprechzeit in Rimbach können die Frauen unangemeldet vorbei kommen und sich beraten lassen.  Offene Sprechzeit findet montags von 14:00 – 15:00 Uhr in den Räumlichkeiten des Diakonischen Werkes statt. Außerhalb der offenen Sprechzeit sind die Beratungen in Bensheim und Lampertheim nach individueller Vereinbarung möglich.


Telefonisch erreichen Sie die Mitarbeiterin der Beratungsstelle Montag bis Freitag unter der Telefonnummer: 06251-67495 oder mobil: 01577 7569629, email: kontakt@frauenberatung-bergstrasse.de.

 

www.frauenberatung-bergstrasse.de

 

 

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